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Fotoblog von achtung-poster.de

Tipps, Tricks & News zu Fotografie und Bildbearbeitung.

Übergang Foto, Film, Motiongraphs, wohin bewegt sich die Fotografie?

Die Historie der Fotografie lässt sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Geschichte begann mit der Camera Obscura, welche Astronomen dazu diente, die Sonne zu beobachten. Mit der Erfindung der Linse und der Umlenkspiegel hatte sich der Bereich Fotografie jedoch erst im 16. Jahrhundert so weit entwickelt, dass Bilder auf Papier festgehalten werden konnten. Doch es dauerte noch bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts bis die Fotografie so weit ausgereift war, dass Fotos entstanden, die mit chemischen Mitteln fixiert werden konnten. Die erste Fotografie wurde 1826 durch Joseph Nicéphore Nièpce im Heliografie-Verfahren angefertigt. 1835 erfand der Engländer William Fox Talbot das Negativ-Positiv-Verfahren. Diese Technik legte den Grundstein für die Durchsetzung der analogen Fotografie.

Parallel zur Fotografie hat auch der Bereich Film eine erstaunliche Entwicklung genommen. Im 17. Jahrhundert begeisterte die Laterna Magica die Menschen. Dabei handelte es sich um eine Projektionsvorrichtung, die einzelne Bilder, aber auch bewegte Bilder auf eine Leinwand projizieren konnte. Sie war der Vorläufer für spätere Dia- und Filmprojektoren. Die Technik schritt fort, und schnell wurde klar, dass 24 Einzelbilder pro Sekunde für einen Film nötig waren, um dem menschlichen Gehirn einen nahtlosen und ununterbrochenen Ablauf zu suggerieren. In den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Kinopaläste gebaut. Sechs Jahre später hielt dann auch der Tonfilm Einzug ins Kinoprogramm. Ein Kinobesuch wurde zur bevorzugten Freizeitbeschäftigung von Menschen aller Gesellschaftsschichten. Auch das darauf folgende Fernsehen im heimischen Wohnzimmer basierte auf dieser Technik.

Das digitale Zeitalter auf dem Vormarsch

Die Innovationen im Bereich der Fotografie und des Films erreichte zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen glanzvollen Höhepunkt. Das digitale Zeitalter löste alles bisher Dagewesene ab. Von nun an werden Fotos und Filme digital erstellt und können ohne Einschränkungen bearbeitet werden. Die sich dadurch bietenden Möglichkeiten sind schier unendlich. Fantasie und Kreativität können sich völlig neu entfalten. Bilder und Videoclips können in Sekundenschnelle um die ganze Welt geschickt werden. Die Gestaltung von Webseiten wurde komplett revolutioniert. Komplizierte Technik wird teilweise zum Kinderspiel. Für das Kino werden Filme sogar komplett am Computer gestaltet und animiert. Auch die moderne 3D-Technik zieht Zuschauer in ihren Bann. Dieser Fortschritt kann mit den neuesten Generationen von Fernsehern sogar zu Hause genossen werden. All diese Weiterentwicklungen haben zudem völlig neue Berufsmodelle geschaffen.

Das bewegte Foto – Motiongraphs

Ein echter Geniestreich gelang den beiden New Yorkern Kevin Burg (Grafikdesigner) und Jamie Beck (Modefotograf) im Jahr 2011. Im Rahmen einer Präsentation von Modefotos, haben sie das bewegte Foto kreiert. Dabei handelt es sich um statische Bilder, in denen sich nur ein entscheidendes Detail bewegt. Die Motiongraphs, auch Cinemagraphics oder Cinemagraphs genannt, waren geboren und begeisterten das Publikum. Sie wirken wie ein Perpetuum mobile. Etwas bewegt sich endlos, was sich eigentlich so nicht bewegen kann. Es ist kaum möglich, sich der Faszination dieser bewegten Fotos zu entziehen. Zunächst wird das Bild als ruhendes Foto wahrgenommen. Dann fixiert der Blick das Element, das sich bewegt. Nicht immer ist dies auch gleichzeitg der zentrale Blickpunkt, vielmehr wird das Bild mit den Augen abgetastet und bleibt an der Bewegung hängen. Um ein solches Motiongraph zu erstellen, bedarf es einiger Vorbereitungen. Mit einer Kamera, die auf einem Stativ befestigt sein muss, wird ein kleiner Film aufgenommen. Diesem Film wird ein Einzelbild entnommen, welches später die Basis bildet. Nun beginnt die Handarbeit. Der Teil, der sich bewegen soll, muss von Hand freigestellt und in einer unsichtbaren Endlosschleife verarbeitet werden. Neuere Photoshopversionen bietet hier eine Reihe von Tools an, um die Einzelbilder zu bearbeiten und diesen Effekt zu erzielen. Das Resultat ist eine Mischung aus statischem Foto und einem bewegten Film. Diese Motiongraphs werden anschließend als animierte GIF-Datei veröffentlicht, da dieses Dateiformat sowohl das Foto als auch die Animation wiedergeben kann. Besonders beliebt sind Motiongraphs, um Webseiten in allen Bereichen aufzuwerten. Auch in der Werbung haben sich diese Clips durchgesetzt.

Das Foto und der Film der Zukunft

Wie wird die nächste Generation von Foto und Film aussehen? Ein Film, in dem der Zuschauer selbst Bestandteil sein wird und die Handlung beeinflussen wird? Ein dreidimensionales Foto, welches in den Schrank gestellt werden kann? Fernsehen mit holografischen Projektionen, die das Wohnzimmer beherrschen? Hologramme, die als Selfie über das Handy verschickt werden können? Alles nur Sience Fiction? Keinesfalls, dreisimensionale Fotos weden bereits in Japan entwickelt und getestet. Und die Filmbranche wird auch die Visionen des aktiven Eingreifens in eine Filmhandlung eines Tages Realität werden lassen. Auch wenn der Zeitpunkt noch ungewiss ist, so wird es spannend sein, die kommenden Innovationen im Bereich Foto und Film zu verfolgen.

Credits: Beitragsfoto Johan Blomström – http://www.flickr.com/photos/blomstroem/5706739113/

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Autor: copymanspecial

Diesen Eintrag wurde am 15.07.14 in der Kategorie Fototipps, Inspiration von copymanspecial veröffentlicht.