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Fotoblog von achtung-poster.de

Tipps, Tricks & News zu Fotografie und Bildbearbeitung.

Panoramen aus der Hand aufnehmen

Kleine Kamera, wenig Aufwand und großes Panorama? Passt das zusammen? Ich sage: Ja in den meisten Fällen. Vergangene Woche waren wir auf dem Tower des Frankfurter Flughafens und haben für euch getestet, ob man mit einer kleinen Kompaktkamera und ganz ohne Stativ ein schönes Panorama erstellen kann. Das Resultat ist oben zu sehen und kann sich sehen lassen.

Das Panorama-Equipment

Ein großes stabiles Stativ, einen Fernauslöser und eine teure Spiegelreflexkamera. Klar, eine solche Ausrüstung ist hilfreich bei Panoramaaufnahmen. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden. Unser Equipment war eine Kompaktkamera von Canon. Für alle Technikfreaks: Canon IXUS 95 IS. Ansonsten wäre da noch der Fotograf zu nennen und vor allem dessen Hand. Mehr an Euqipment war nicht dabei.

Fotos für ein Panorama aus der Hand machen

Nachdem wir mit dem Frankfurter Flughafen ein tolles Motiv hatten, ging es direkt an die Aufnahmen. Beim Fotografieren mit Hilfe eines Statives ist das wählen des Ausscnittes nicht schwer. Man wählt einen ersten Bildausschnitt und dreht die Kamera Stück für Stück durchs zukünftige Panorama.

Im Prinzip geht das aus der Hand auch. Man muss nur aufpassen, nicht zu sehr nach oben oder unten zu verrutschen. Außerdem ist es für das spätere Montieren der Bilder extrem wichtig, dass sich die einzelnen Aufnahmen überschneiden. Ungefähr mit 1/3 es Bildes sollten sich der Bildausschnitt, mit dem des vorherigen Bildes überlappen.

In unserem Fall besteht das fertige Bild aus 7 Aufnahmen.

Die richtige Belichtung bewahren

Oberstes Gebot bei professionellen Panoramaaufnahmen ist eine konstante, sprich manuelle Belichtung. Dadurch, dass die Belichtungseinstellungen bei allen Aufnahmen gleich sind, gewährleistet man, dass es keine Helligkeitsunterschiede im fertigen Panorama gibt.

Unser Problem war nun aber, dass die Kompaktkamera keine Möglichkeit zur manuellen Belichtung im Angebot hatte. An diesem Punkt wird die Aufnahme etwas schwieriger, als mit einer Kamera, die das manuelle Einstellen ermöglicht. Wir haben uns mit einem kleinen Trick aber beholfen:

Vor jedem Foto haben wir uns mit der Kamera zurück zum Ausgangspunkt gedreht. Jetzt muss man den Auslöser der Kamera halb drücken. Sie stellt nun scharf, und speichert sozusagen die für diesen Bildausschnitt optimale Belichtung. Während man den Auslöser halb gedrückt lässt, dreht man sich nun wieder bis zum gewünschten Bildausschnitt.  Jetzt sind die Belichtung und Schärfe im Bild konstant. Wichtig beim Wählen des Ausgangspunktes ist, dass es sich um einen weder extrem hellen, noch um einen extrem dunklen Bereich innerhalb des geplanten Panoramas handelt. Andernfalls wäre das Bild an dem meisten Stellen unter- bzw. überbelichtet.

Fazit

Ein Panorama lässt sich auch ohne großen technischen Aufwand mit einer kleinen Kompaktkamera erstellen. Es gehört ein wenig mehr Konzentration vom Fotografen dazu. Ansonsten sind natürlich die Möglichkeiten bei den Einstellungen etwas beschränkt. Für ein normales Panorama sollte allerdings eine Kompaktkamera in den meisten Fällen als Equipment ausreichen. Und getreu dem Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – Versuchen Sie doch einfach das nächste Mal Ihr Glück!

Großformatdruck – Ein Muss für Panoramen

Ein solches Panorama im Großformatdruck gedruckt an der eigenen Zimmerwand ist dann erst recht ein Genuss für die Augen. Druckt man das  gezeigte Foto als Poster in einem sehr großen Format aus, so kann man sich den eigenen Towerblick ins Arbeitszimmer holen.

Das Zusammensetzen und Bearbeiten eines Panoramas

Das Zusammensetzen der Aufnahmen funktioniert jetzt grundsätzlich wieder wie bei jedem normalen Panorama. Wie man aus den einzelnen Aufnahmen ein fertiges Panorama erstellt, zeigen wir in einem der nächsten Artikel. Sollten soweit schon Fragen aufgetaucht sein, nutzen Sie bitte fleißig die Kommentarfunktion.

Autor: Daniel Zellfelder

Diesen Eintrag wurde am 10.10.10 in der Kategorie Fototipps, Inspiration von Daniel Zellfelder veröffentlicht. Sie können gerne einen Kommentar hinterlassen.