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Fotoblog von achtung-poster.de

Tipps, Tricks & News zu Fotografie und Bildbearbeitung.

Nach dem Auslösen – Selektion

Vor wenigen Tagen hatte ich wieder den Fall. Ein Kunde wollte für ein Shooting ein paar Referenzen sehen, um einzuschätzen, ob ihm mein Stil zu fotografieren gefällt. Hierbei ist eine, meiner Meinung nach, nicht nur für die Fotografie sehr wichtige Regel zu beachten. Sortiere sorgfältig aus und zeige nur das, was von Interesse ist.

Oft erlebe ich, wenn mir andere ihre Fotos zeigen, dass ich ungefähr ein duzend mal das gleiche Motiv aus einer im Optimalfall leicht veränderten Perspektive gezeigt bekomme. Zwar empfehle ich auf meinen Workshops aus unterschiedlichen Perspektiven zu fotografieren, das heißt aber nicht, dass man alle Fotos am Ende behalten oder gar zeigen muss.

Gleiches gilt für verwackelte und private Fotos, oder für Fotos, von denen man selbst nicht wirklich überzeugt ist. Wieso muss ich meine Zuschauer damit „quälen“ und zeige ihnen nicht nur die in der Regel vorhandenen interessanten Fotos?

Meine Kunden haben das inzwischen verstanden. So kann es zwar durchaus sehen, dass ich nach einem größeren Shooting mit mehreren hundert Fotos nach Hause komme, am Ende erhält der Kunde aber nur die besten Fotos davon. Dennoch versuche ich den Ausschuss gering zu halten und „überlegt“ zu fotografieren. Aber eine Selektion muss sein.

Ich hoffe, Sie verstehen das richtig. Es geht nicht darum keine Fotos zu zeigen, sondern darum eine gewisse Selektion im Voraus zu treffen. Wenige gute und ausgewählte Fotos überzeugen mich im Zweifel mehr vom Können eines Fotografen,  als hunderte von Bildern unter denen ein paar Top-Bilder zu finden sind.

Zum Fotografieren gehört meiner Meinung nach nicht nur das Können gute Motive zu erkennen und daraus gute Fotos zu machen, sondern auch die Selektion. Gerade heute, wo wir von allen Seiten mit Bildern, Videos und anderen optischen Eindrücken überflutet werden, sollte man sich gut überlegen, was man zeigt, damit es nicht in der Masse untergeht. Was meinen Sie dazu?

Und ganz nebenbei können Sie durch gute Auswahl dazu beitragen das Klischee von “langweiligen” Diashows aus zu räumen.

Autor: Daniel Zellfelder

Diesen Eintrag wurde am 06.04.09 in der Kategorie Fototipps von Daniel Zellfelder veröffentlicht. Sie können gerne einen Kommentar hinterlassen.