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Fotoblog von achtung-poster.de

Tipps, Tricks & News zu Fotografie und Bildbearbeitung.

Kamerasysteme: Wohin geht die Reise?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Zum einen werden immer mehr Funktionen in einem Gerät gebündelt, sodass beispielsweise mittels Smartphone sowohl Fotografien als auch Videoaufnahmen erstellt werden können. Ob diese allerdings den qualitativen Ansprüchen genügt, ist nicht nur vom jeweiligen Modell und dessen Ausstattung, sondern auch von den Fähigkeiten des Fotografen und des Bildbearbeitungsprogrammes abhängig.

Die Anfänge

Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts wurden erste Fotografien erstellt, die erste erhaltene Aufnahme stammt aus dem Jahr 1826. In den folgenden Jahrzehnten wurden hauptsächlich Familienaufnahmen angefertigt, für die ein professioneller Fotograf entweder nach Hause kam oder ein Fotostudiobesuch anstand.

Wurden die ersten Aufnahmen auf Zelluloid gebannt, hielten später die Kleinbildfilme Einzug. Ende des 20. Jahrhunderts kam dann die Digitalfotografie groß in Mode, die sich mittlerweile durchgesetzt hat. Viele professionelle Fotografen greifen hingegen auch weiterhin auf Kleinbildfilme zurück, die sie in ihrer eigenen Dunkelkammer selbst entwickeln. Die Digitalfotografie ermöglicht es zudem, qualitativ durchaus hochwertige Videoaufnahmen zu erstellen. Dafür war vorher die Verwendung eines Camcorders notwendig.

Verschiedene Kameratypen kurz vorgestellt

Kompaktkameras

Diese Kameras sind für Schnappschüsse bestens geeignet. Sie verfügen – je nach Modell – über einen optischen und digitalen Zoom unterschiedlicher Brennweite, der es ermöglicht, auch entfernter liegende Motive problemlos einzufangen. Als problematisch kann sich allerdings die Bildauflösung erweisen. Wer qualitativ hochwertige Aufnahmen erstellen möchte, sollte sich deshalb lieber für einen anderen Kameratyp entscheiden.

Digitale Spiegelreflexkamera (DSLR)

Die digitale Spiegelreflexkamera wird mit Objektiven unterschiedlicher Brennweite ausgestattet. Sie ermöglicht sowohl Makroaufnahmen, das Heranzoomen weit entfernter Motive als auch die manuelle Einstellung von Blende, Verschlusszeit und Belichtung. Nachteilig wirkt sich hingegen aus, dass die DSLR-Kamera nicht mit Objektiven anderer Hersteller kompatibel ist. Eventuell kann hier aber ein Telekonverter respektive Adapter für Abhilfe sorgen. Ansonsten gilt gerade bei den DSLR-Kameras, dass die Entscheidung für eine Marke durchaus weitreichende Folgen haben kann. Ist später der Umstieg auf ein anderes DSLR-Modell geplant, können die Objektive – sofern es sich nicht um den gleichen Hersteller handelt – nicht weitergenutzt werden. Selbiges gilt übrigens auch, wenn zuvor eine analoge Spiegelreflexkamera verwendet wurde, auch wenn es sich um den gleichen Hersteller handelt.

Neben den vielen individuellen Möglichkeiten bieten digitale Spiegelreflexkameras auch die Möglichkeit, qualitativ hochwertige Aufnahmen in Full-HD-Technik zu erstellen, die dann von der SD-Karte auf dem Rechner eingelesen werden können.

Bridgekameras

Eine Brückentechnologie zwischen den Kompakt- und den DSLR- stellen die Bridgekameras dar. Sie bieten einen wesentlich besseren optischen und digitalen Zoom, aber auch eine größere Auswahl an Motivprogrammen als digitale Kompaktkameras. Allerdings sind sie auch etwas größer im Format, aber wesentlich handlicher als digitale Spiegelreflexkameras. Im Gegensatz zu diesen sind sie aber weder mit Wechselobjektiven noch mit eingebautem Spiegel ausgestattet. Auch mit Bridgekameras können hochauflösende Filmaufnahmen in Full-HD-Technik angefertigt werden.

Digitale Systemkameras

Digitale Systemkameras stellen eine Weiterentwicklung der DSLR-Kameras dar. Sie sind aufgrund des fehlenden Spiegels wesentlich leichter im Gewicht, verfügen über einen zusätzlichen eingebauten Sucher und werden ebenfalls mit Wechselobjektiven bestückt. Anstelle des optischen kommt ein elektronischer Sucher zum Einsatz. Besonders die einfache Bedienbarkeit und die vielfältigen kreativen Möglichkeiten sprechen für diesen Kameratyp. So können Nutzer aus einer Vielfalt an Kreativfiltern und Bildbearbeitungsmöglichkeiten wählen. Auch die Erstellung von Filmaufnahmen in Full-HD-Technik ist mit digitalen Systemkameras möglich.

Smartphone-Kameras

Immer mehr Menschen nutzen die Möglichkeit, mithilfe ihres Smartphones Fotografien und Videosequenzen aufzunehmen. Bei neueren Modellen kommen durchaus Linsen zum Einsatz, die auch qualitativ bessere Aufnahmen ermöglichen. Generell sind die Kameras aber eher für Schnappschüsse und kleine Videosequenzen geeignet, die für den privaten Gebrauch gedacht sind. Für professionelle Aufnahmen empfiehlt sich eher die Nutzung einer Bridge-, digitalen Spiegelreflex- oder Systemkamera.

Motionphotographie – was ist das?

Smartphones bieten nicht nur die Möglichkeit, Fotografien zu erstellen, sondern können einen Teil davon in bewegte Bilder verwandeln. Dafür muss eine spezielle App heruntergeladen werden, die Sony für seine Xperia Smartphones entwickelt hat. Im ersten Schritt wird mit der Kamera ein etwa ein bis zwei Sekunden langes Video aufgezeichnet und abgespeichert. Danach legt der Nutzer fest, welche Bereiche sich bewegen und welche starr bleiben sollen. Danach muss die Anwendung noch einmal abgespeichert werden, bevor sie erstaunten Freunden und Verwandten präsentiert werden kann.

Fazit

Wer hauptsächlich Schnappschüsse und kurze Videoaufnahmen erstellen möchte, wird sich in Zukunft wahrscheinlich generell für Smartphones entscheiden, die man eh in der Tasche stecken hat. Ansonsten geht die Tendenz weg von der DSLR-Kamera hin zur digitalen Systemkamera, die nicht nur mit zusätzlichen Futures, sondern auch durch eine bessere Haptik und einer vielfältigeren Bildauflösung glänzt. Gänzlich verschwinden werden wohl die Camcorder, da Videoaufnahmen mit sämtlichen Kameratypen erstellt und sofort auf den Rechner überspielt werden können. Auch das Löschen von Videosequenzen sowie deren Nachbearbeitung gestaltet sich so wesentlich einfacher. Neben den Camcordern werden auch Kompaktkameras eine immer geringere Nutzung erfahren, sind doch die Anschaffungskosten für Bridge- und Systemkameras – die eine wesentlich bessere Bildqualität bieten – teilweise deutlich gesunken. Zudem warten gute Smartphonekameras mit einer in etwa gleichen Bildqualität auf, bieten aber auch einige weitere Futures, die die Entscheidung für diesen Kameratyp erleichtern.

Autor: copymanspecial

Diesen Eintrag wurde am 02.07.14 in der Kategorie Fototipps von copymanspecial veröffentlicht.