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Fotoblog von achtung-poster.de

Tipps, Tricks & News zu Fotografie und Bildbearbeitung.

Kamerakauf: Welcher Typ passt zu mir?

Geht man in die Fotoabteilung eines großen Elektronikmarktes oder ins Internet, muss man schnell feststellen, dass es unzählige Kameramodelle in den verschiedensten Preiskategorien gibt. Doch welche Kamera ist die richtige? Muss es eine digitale Spiegelreflexkamera sein, reicht eine kleine Kompaktkamera und was bitte sind Bridgekameras?

Genauso verschieden, wie die Kameratypen, sind die Möglichkeiten der Nutzung.  Als erstes sollte Sie sich daher im Klaren darüber sein, was bzw. wie Sie fotografieren möchten.

 

Was und wie möchte ich fotografieren?

Möchten Sie nur hin und wieder ein paar Schnappschüsse auf Feiern machen? Möchten Sie etwas mehr Gestaltungsspielraum, aber können oder wollen sich nicht großartig in die Technik einarbeiten? Oder möchten Sie das Fotografieren als richtiges Hobby ausbauen und die Kamera verstehen lernen, um dann Ihre Bildideen umzusetzen?

 

Es muss keine Spiegelreflexkamera sein

Spiegelreflexkameras werden immer günstiger. Einsteigermodelle können Sie schon für wenige hundert Euro erhalten. Dennoch halte ich es für übertrieben, für ein paar Schnappschüsse eine Spiegelreflexkamera zu kaufen. Nicht nur, dass man nicht ansatzweise die Funktionen der Kamera ausnutzen würde. Wenn Sie kein Interesse haben sich in die Technik der Kamera einzuarbeiten, werden Sie mit einer teuren Spiegelreflexkamera schlechtere Ergebnisse erzielen, als Sie unter Umständen mit Ihrem Handy oder einer Kompaktkamera im Automatikmodus erzielen können.

Doch welche Kamera passt zu welchen Ansprüchen?

 

Smartphones & Kompaktkameras

Wenn Sie hin und wieder Schnappschüsse machen wollen, sind Sie mit einer Kompaktkamera oder unter Umständen mit einem Smartphone gut bedient. Sie haben die Kamera dann wahrscheinlich immer mit dabei, können spontan auf Situationen reagieren und diese im Bild festhalten. Klar, die technische Qualität der Bilder könnte in der Regel besser sein, aber darum geht es bei Schnappschüssen ja eigentlich nicht.

So eine Kompaktkamera kann übrigens auch für Besitzer einer Spiegelreflexkamera interessant sein. So habe ich beispielsweise neben meiner großen Canon auch eine kleine Kompaktkamera, die ich immer dabei habe. Ich nutze Sie für kleine „Bildnotizen“ und möchte Sie nicht mehr missen.

In den meisten Fällen, lässt sich übrigens auch bei solchen Kompaktkameras einiges einstellen. Man muss nur wissen, was z.B. die einzelnen Motivprogramme bewirken, oder wie man die Belichtungskorrektur einsetzen kann.

Ein Beispiel für eine solche Kompaktkamera wäre die Canon IXUS 115 HS .

Einen Überblick über 3D Kameras bietet Ihnen das Informationsportal www.poster-drucken.de.

 

Bridgekameras

Wenn Sie ein bisschen mehr Gestaltungsspielraum haben möchten, um beispielsweise mit Schärfe und Unschärfe zu spielen oder aber einen größeren Brennweitenbereich abdecken wollen, könnten sogenannte Bridgekameras für Sie in Frage kommen. Sie schlagen eine Brücke zwischen den kleinen Kompaktkameras und den Spiegelreflexkameras.

Hier können Sie bereits ziemlich viel einstellen. Sie haben aber auch einige gute Automatiken zur Hand. Vom Aussehen her ähneln die Bridgekameras sehr den Spiegelreflexkameras, auch wenn Sie ein wenig kleiner sind. Sie haben aber in der Regel ein im Vergleich zu den Kompaktkameras großes Objektiv, dass sich nicht komplett einfahren lässt.

Während die kleinen Kompaktkameras meistens nur 3-4 fach Zoom haben, decken diese Kameras einen Bereich bis zu 20 fach optischem Zoom ab.

An dieser Stelle sei zur Sicherheit nochmal erwähnt, dass NUR der optische Zoom von Bedeutung ist. Den digitalen Zoom vergessen Sie am besten gleich wieder. Beim digitalen Zoomen wird lediglich ein Ausschnitt aus dem Bild „aufgeblasen“. Dadurch wird das Bild pixelig.

Ein Beispiel für die Klasse der Bridgekameras ist die Pansonic Lumix FZ Reihe. Hiermit sollten auch ambitionierte Hobbyfotografen schon relativ zufrieden sein.

 

Micro-Four-Third-Kameras

Eine weitere Kameraklasse sind die sog. Micro-Four-Third-Kameras. Der Standard Four-Third wurde von den Unternehmen Olympus und Kodakt entwickelt. Man spricht auch von digitalen Spiegelreflexkameras ohne Spiegel.

Der wohl entscheidenste Unterschied zu normalen Kompaktkameras ist allerdings, dass Sie speziell für diese Kameraklasse konzipierte Objektive problemlos anschließen können. Sie sind also im Gegensatz zur Kompaktkameras nicht an das eingebaute Objektiv gebunden.

Besonderes Merkmal ist auch eine in der Regel bessere technische Bildqualität als bei den Kompaktkameras. Dies rührt u.a. von einem verhältnismäßig großem Bildsensor her.

Die Kameras eignen sich meiner Ansicht nach hauptsächlich für Ambitionierte Hobbyfotografen, denen normale Kompaktkameras bzw. Bridgekameras zu wenig Flexibilität bieten, digitiale Spiegelreflexkameras aber zu groß, schwer und teuer sind.

Beispiel für diese Kameraklasse wäre die Panasonic Lumix DMC-GF2KEG-K.

 

DSLR – Digitale Spiegelreflexkameras

Wem all die bisher genannten Kameras zu wenig Möglichkeiten bieten und wer sich gerne in die Funktionsweise und Technik der Kameras einarbeitet, für den dürfte eine digitale Spiegelrelfexkamera genau das richtige sein.

Sie können an einer DSLR eigentlich wirklich alles einstellen. Das ist Vor- und Nachteil zugleich, denn Sie sollten auch möglichst viel einstellen können und verstehen, was die Kamera wann und wieso, wie macht. Sonst kann es Ihnen wie bereits erwähnt passieren, dass Sie mit einer solchen Kamera schlechtere Ergebnisse erzielen, als mit einer kleinen Kompaktkamera.

Irgendwann wird Ihnen die Technik in Fleisch und Blut übergegangen sein. Sie werden nur noch selten überlegen, wie Sie was einstellen. Doch bis Sie an diesen Punkt kommen, steht Ihnen erst einmal eine Menge Übung bevor. Sollten Sie also noch nicht sicher sein, ob die Fotografie Ihnen wirklich so sehr liegt, würde ich an Ihrer Stelle erst in einer anderen Kameraklasse einsteigen und die Möglichkeiten dieser ausreizen lernen.

Außerdem haben Sie hier eine nahezu unendliche Auswahl an Zubehör. Ob Objektive, Filter oder Blitzanlagen. Eine digitale Spiegelreflexkamera können Sie genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten erweitern.

Ich hoffe Ihnen mit diesem Überblick der etwas anderen Art bei Ihrer Kaufentscheidung geholfen zu haben. Bei Fragen können Sie sich gerne jederzeit über die Kommentare an mich wenden.

Autor: Daniel Zellfelder

Diesen Eintrag wurde am 06.05.11 in der Kategorie Fototipps von Daniel Zellfelder veröffentlicht. Sie können gerne einen Kommentar hinterlassen.