Menü

Fotoblog von achtung-poster.de

Tipps, Tricks & News zu Fotografie und Bildbearbeitung.

Bewegung fotografisch festhalten

„Das Bild ist ja verwackelt.“ – Das haben Sie bestimmt schon einmal zu einem Ihrer Bilder gehört oder aber selbst gedacht. Klar, manchmal ist so ein Bild auch wirklich verwackelt. Manchmal ist aber auch einfach Bewegung im Bild. Das ist ein Unterschied, ja ist es!

Während ein wirklich verwackeltes Bild deswegen nicht gestochen scharf ist, weil die Kamera hin und her gewackelt ist, ist diese auf einem Bild bei dem Bewegung zu sehen ist fest und unbewegt.  Aus irgendwelchen Gründen hat sich aber gerade unter angehenden Hobbyfotografen die Meinung verbreitet, dass ein gutes Foto gestochen scharf sein muss. Dem ist aber nicht so. Ein gestochen scharfes Foto eines Wasserlaufes kann interessant sein, viel mehr den Lauf des Wassers, also Zeit festhalten kann man aber mit einer längeren Belichtungszeit bei der das Wasser dann zwangsläufig „verschwimmt“.

Auch diese typischen Aufnahmen von Autobahnen bei Nacht entstehen nur dadurch, dass Sie eben nicht gestochen scharf sind, sondern durch eine lange Belichtung. Man könnte in beiden Fällen fälschlicherweise annehmen das Bild sei verwackelt.

Gerade in meinem letzten Beispiel würden wohl viele sagen „das ist ja verwackelt“. Dazu kann ich nur sagen: Nein. Die Kamera war komplett fest. Ich habe lediglich eine längere Belichtungszeit gewählt um die Bewegung des Autos bildlich darzustellen.

Wie macht man so etwas?

Ganz einfach. Als erstes sollten Sie die Kamera befestigen, sodass diese nicht wirklich verwackeln kann. Und dann suchen Sie den Modus an Ihrer Kamera bei dem Sie die Belichtungszeit selbst festlegen können und experimentieren einfach solange damit herum, bis Ihnen das Ergebnis passt. Grundsätzlich können Sie das ruhig „mutig“ in die Richtung einer Sekunde oder mehr gehen.

Auch in diesem Artikel also wieder mein Aufruf an Sie: Experimentieren Sie mit Ihrer Kamera und trauen Sie sich ruhig einmal etwas Außergewöhnliches zu versuchen.

Anmerkung: Sie können ruhig auch die Kamera hin und her bewegen während einer Aufnahme. Auch hierbei entstehen kreative und außergewöhnliche Fotos. Da dies aber sehr leicht in Richtung abstrakter Kunst geht und man darüber ewig schreiben könnte, habe ich diesen Teil bewusst aus dem Artikel gelassen.

Autor: Daniel Zellfelder

Diesen Eintrag wurde am 06.10.09 in der Kategorie Fototipps von Daniel Zellfelder veröffentlicht. Sie können gerne einen Kommentar hinterlassen.