Klaus Bürgle, Schwebende Inseln (Das Neue Universum 77, 1960)
Schwebende Inseln - mitten im Atlantik. Wenige Meter über den Wogen gleitet der scheibenförmige Koloß auf einem Luftpolster, von einem Kranz von Ventilatoren 'hochgepustet' und von schäumender Gischt umsäumt. Kleine wendige Luftkissenfahrzeuge für den Passagierverkehr, die durch zusätzliche Luftschrauben und waagerecht liegende Strahltriebwerke vorwärtsgleiten, laufen den Stützpunkt an und von ihm ab, während größere Lastfahrzeuge die Versorgung der künstlichen Insel übernehmen. Der Verkehr wird aus der Luft überwacht. Auf Reisen von Amerika nach Europa und umgekehrt 'hüpfen' die Touristen mit ihren Schwebefahrzeugen in Sprüngen von etwa 400 Kilometern von einer Riesenplattform zur anderen, wo sie auftanken und sich verpflegen und übernachten können. So wird die Weite dea Ozeans zusammenschrumpfen, und die Wasserwüste von ehedem wird von einem engmaschigen Verkehrsnetz überzogen werden. - Zu unserem Beitrag 'Morgen fahren wir auf Luft'.