Klaus Bürgle, Die Eroberung des Mondes (Das Neue Universum 73, 1956)
Die Eroberung des Mondes. Nach dem Bau des künstlichen Erdsatelliten und einer bemannten Außenstation gilt der zweite Schritt in den Weltraum der Landung auf dem Mond. Eine fremdartige Landschaft wird die Menschen dort umfangen. Gewaltige Ringgebirge türmen sich inmitten wasserloser Wüsten. Tiefe Risse und Spalten zerklüften das Gestein, und ein nachtschwarzer Himmel spannt sich über dem schroffen, blatternarbigen Boden, wobei das grelleinfallende Sonnenlicht die Kontraste noch erhöht: eine unwirkliche, lebensfeindliche Welt. Mit mächtigen Maschinen, Urtiere eines technischen Zeitalters, rücken die Menschen an, wühlen sie sich in den unberührten Grund, schürfen sie nach Bodenschätzen. In den Riesenkratern entstehen Beobachtungsstationen, auf den weiten Wüstenflachen werden Zwischenlandeplätze für eine interplanetarische Raumschiffahrt vorbereitet. Mit diesem ersten Vorstoß auf einen anderen Weltkörper beginnt ein neues Jahrhundert kühner Entdeckungen, die denen eines Columbus, eines Vasco da Gama, eines Magalhaes nicht nachstehen.