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Fotoblog von achtung-poster.de

Tipps, Tricks & News zu Fotografie und Bildbearbeitung.

Wie gestalte ich mein eigenes Fotobuch?

Während man früher oft Fotos nur als kleine 9 x 13 cm Abzüge entwickeln ließ, gibt es heute weit mehr Möglichkeiten die eigenen Fotos zu präsentieren. Neben dem Großformatdruck z.B. als Leinwand oder Poster kann sich heutzutage jeder selbst das eigene Fotobuch drucken lassen. Ob bequem online bei einem der zahlreichen spezialisierten Anbieter, in einigen Drogeriemärkten oder beim Copyshop um die Ecke. Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei.

Thema wählen

Grundsätzlich gilt es als erstes ein Thema für das Fotobuch festzulegen. Das kann dabei sowohl so etwas wie „Schweden-Urlaub“, aber genauso gut auch „Makrofotografie“ oder „Unser Umzug“ sein. Wichtig ist, dass man am Ende nicht wahllos Bilder einfügt, sondern ein roter Faden erkennbar bleibt. Das wertet sowohl die einzelnen Bilder, als auch Sie als Fotografen auf.

 

Überblick verschaffen und sorgfältig auswählen

Steht das Thema, geht es nun darum sich einen Überblick über das verfügbare Material zu verschaffen. Ich schreibe hier bewusst Material und nicht Bildmaterial oder Fotos. Ziehen Sie auch eigene Texte, Karten (z.B. bei Urlaubsbüchern) oder anderes Druckbares näher in Betracht.

Wenn ich mir einen Überblick verschaffe sortiere ich auch schon das erste Mal ein wenig aus. Alles was mir interessant erscheint wird, soweit noch nicht digital vorhanden, digitalisiert und in einem Ordner „Rohmaterial“ gesammelt.

Anschließend geht es darum zu prüfen welche Fotos wirklich gut sind und auch eine gewisse Geschichte erzählen. Nichts sagende und womöglich noch dazu verwackelte Fotos müssen nun wirklich nicht in ein Fotobuch. Hier würde ich mir am meisten Zeit nehmen. Wohlgemerkt noch alles außerhalb irgendeiner Fotobuch-Software.

Lieber weniger und dafür aussagekräftigere Fotos auswählen.

Cute family reading a children's book

 

Gestaltung: Weniger ist mal wieder mehr!

Bei der Gestaltung könnte man nun natürlich sehr viel schreiben. Ich möchte es aber möglichst verständlich und kurz halten. Hier ist eindeutig weniger mehr.

Formatwahl

Fangen wir aber beim Format an. Hier gilt es natürlich die eigene Fotoauswahl im Hinterkopf zu behalten. Sind es mehr hochformatige oder querformatige Bilder? Oder kommt gar ein quadratisches Format in Frage? Im Normalfall dürfte die meisten Ihrer Bilder im Querformat sein. Dennoch können Sie überlegen ob durch geschickte Ausschnitte nicht auch ein Hochformat oder etwas ausgefalleneres quadratisches Format denkbar wäre.

Verteilen der Fotos

Bei dem Verteilen der Fotos bin ich strikter Gegner von Collagen und einem großen Bilderwust. Im Normalfall sollte auf einer Seite auch nur ein Foto zu sehen sein. Im Idealfall natürlich möglichst formatfüllend. Einen gleichmäßigen Rand können Sie aber natürlich je nachdem lassen. Auch noch denkbar ist es meiner Meinung nach mal zwei zusammengehörige Bilder untereinander zu packen. Im Normalfall aber lieber nebeneinander auf eine Doppelseite.

Bilder betonen

Möchten Sie ein Bild besonders betonen, müssen Sie das nicht etwa mit Pfeilen machen. Ich empfehle hier entweder das Bild über eine Doppelseite zu ziehen oder alternative eine der beiden Seiten frei zu lassen. Also z.B. auf die linke Seite einer Doppelseite unten links nur klein den Titel oder Text zum jeweiligen Bild und auf der rechten Seite das Bild möglichst groß abbilden.

Auflockerung durch Zwischentitel und Texte

Um ein wenig Auflockerung in ihr Buch zu bringen empfehlen sich Zwischentitel oder kleine kurze Texte. Zwischentitel baue ich für gewöhnlich mittels einer Doppelseite ein. Links bleibt die Seite weiß und rechts kommt zentriert und im unteren Drittel die Überschrift für das nächste Kapitel.

Kleine Texte kann man wie oben beschrieben z.B. bei einer Doppelseite auf der einen platzieren, während man auf der anderen ein Foto platziert.

 

Anregung: Das eigene Fotobuch

Jetzt habe ich aber erstmal genug geschrieben. Ich hoffe Sie haben ein paar Anregungen mitnehmen können und können jetzt voller Tatendrang Ihr eigenes Fotobuch bestellen.

Und glauben Sie mir: Genauso wie der Großformatdruck ist ein Fotobuch wirklich etwas tolles. Zwar kann man Fotos heute einfach und unkompliziert am Rechner, Tablet oder Smartphone ansehen. Ihre wahre Wirkung entfalten die Bilder dort aber selten.

Außerdem wird ein gedrucktes Foto deutlich länger angesehen als ein Foto auf einem Bildschirm. Dort kann man ja schließlich schnell „durchklicken“. Beobachten Sie das einmal genauer.

Autor: Daniel Zellfelder

Diesen Eintrag wurde am 15.02.13 in der Kategorie Fototipps, Inspiration von Daniel Zellfelder veröffentlicht.